Geschichte Schwedens

Zu den ersten Bewohnern Schwedens zählen zweifelsohne die Wikinger, welche bereits im 7. Jahrhundert im Lande ansässig waren. Sie galten als Experten für Handel und Kriegsführung.
Um die Jahrtausendwende schließlich gelang es christlichen Missionaren, das stürmische Volk zu christianisieren, die Basis für spätere schwedische Königreiche.

Unter dänischer Vorherrschaft bildete Schweden mit Norwegen und Dänemark im 14. Jahrhundert die so genannte Kalmaruion. Diese wurde 1521 mit dem Aufstieg Gustav Wasas zum König aufgelöst.

Während der folgenden Jahrhunderte erreichte Schweden seine größte territoriale Ausdehnung. Insbesondere nach dem 30 jährigen Krieg (1618-1648) beherrschte es den gesamten Ostseehandel sowie jenen des Baltikums und Teilen Finnlands.
Starke Konkurrenz aus Skandinavien und dem benachbarten Russland leitete jedoch bald den Niedergang der einst so mächtigen Wasa- Dynastie ein. Die bittere Niederlage im schwedisch-russischen Krieg 1808/09 markierte nur den Tiefpunkt einer sich schon länger abgezeichnenden Entwicklung.

Auf seine heutige Größe reduziert wurde unter Karl XIV., einem Marschall Napoleons, das Zeitalter der bewaffneten Neutralität begründet. Dieser Umstand sollte dem Land bis heute dauerhaften Frieden gewährleisten.

Aus diesem Grund nahm Schweden weder am Krimkrieg noch am 1. Weltkrieg teil und ersparte sich somit zahlreiche Opfer. Während des 2. Weltkriegs zählte das Land zu einem beliebten Fluchtort für politisch verfolgte Emigranten. Darunter findet sich auch der spätere österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky.

Wegen seiner Neutralität stellt Schweden kein NATO Mitglied, auch beim Beitritt zur Europäischen Union wurde lange gezögert. Gemeinsam mit Österreich und Finnland erfolgte jedoch 1995 die Teilnahme. Anders als die meisten anderen Beitrittsstaaten haben sich die Schweden gegen den EURO entschieden, weshalb auch heute noch mit Kronen bezahlt werden muss.

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