Marinehafen Karlskrona

Für Schweden war es seit jeher wichtig, eine schlagkräftige Marine zu besitzen. Der Hauptstützpunkt war seit dem 17. Jahrhundert der Marinehafen Karlskrona. Die Wahl dieses Platzes ist vor allem der günstigen Lage geschuldet. In einer Ostseebucht gelegen und von diversen Inseln geschützt, war es für einen Feind schwierig, einen seeseitigen Angriff erfolgreich zu gestalten.

Der Auftrag für den Bau des Marinehafens wurde von Karl XI. im Jahr 1680 erteilt. Der Bau begann im Jahr 1685. Zuvor wurde ein komplexes Konzept für die gesamte Befestigungsanlage entwickelt. Weder von Land noch von See sollte ein Feind in der Lage sein, den Marinehafen Karlskrona einzunehmen. Dazu wurde eine große Mauer errichtet, die zudem durch einen Graben geschützt wurde.

Die gesamte Bucht wurde gegen Angreifer durch Steinsperren geschützt. Schiffe konnten nur durch zwei kleine Einfahrten zum Marinehafen Karlskrona gelangen. Mehrmals sind diese Einfahrten im Kriefsfall mit Seeminen bestückt worden. Somit war ein Angriff ohne enorme Verluste von Seeseite nicht möglich.

Die vorgelagerten Inseln in der Bucht spielten im Verteidigungskonzept eine wichtige Rolle. Sie wurden mit Kanonen bestückt, so dass der Feind keine Chance hatte, direkt zum Hafen vorzudringen. Im Laufe der Zeit musste der Marinehafen Karlskrona mehrfach aufgerüstet werden. Die Waffen wurden besser und somit musste auch die Befestigungsanlage robuster werden.

Eine Besichtigung der Anlage ist ein spannendes Erlebnis. An vielen Stellen sind die Spuren früherer Angriffe noch sichtbar. Zudem ist es interessant, der komplexen Verteidigungsstrategie der schwedischen Marine auf die Spur zu kommen. Der Marinehafen Karlskrona ist auf jeden Fall einen Besuch wert auch bei einem Pauschalurlaub in Schweden. Der Besuch wird sich lohnen!

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