Musik in Schweden

Nicht zu Unrecht wird das Land immer wieder mit Musik in Verbindung gebracht und das in den verschiedensten Genres.
Schweden stellt schließlich hinter den USA und Großbritannien den drittgrößten Musikexporteur der Welt und das bei einer weitaus geringeren Bevölkerung.

Entgegen anderen Ländern Mitteleuropas, welche sich bereits seit Jahrhunderten von gegenseitigen Einflüssen inspirieren ließen und insbesondere Klassische Musik priesen, wurde in Schweden erst sehr spät Notiz von europäischer Musik genommen. Als Beispiel fungiert das erste nationale Symphonieorchester, das erst im Jahre 1905 gegründet wurde.
Ab diesem Zeitpunkt jedoch verlief die Entwicklung der schwedischen Musik weitaus rasanter, mitunter eine Folge der fortschreitenden Demokratisierung und der Förderung von musischen Vereinen. Ausländischen Musikstile und Elementen wurde weniger Misstrauen entgegengebracht, als in so manch anderem europäischen Staat.
In den folgenden Jahrzehnten Anfang des 20. Jahrhunderts feierten vor allem Jazz und Swing große Erfolge. Die weltbekannte Sängerin Zarah Leander stieg wenig später zu einem vor allem in Deutschland verehrten Weltstar auf. Ihre Rolle ist jedoch aufgrund ihrer Affinität zum Nationalsozialismus bis heute umstritten.

In den 1970er Jahren belegte eine bis dato unbekannte schwedische Popgruppe namens ABBA beim Grand Prix de Eurovision den ersten Platz und legte somit die Basis für eine lange und von Erfolg gekrönte Karriere im Musikbusiness. Der im Zuge dessen entwickelte Begriff des so genannten „Schwedenpops“ bezeichnet jedoch viel mehr als nur eine Musikrichtung und zieht sich bis heute durch die europäischen und internationalen Charts.
Besonders Indie – Bands wie etwa Mando Diao verkörpern im Moment das Musikland Schweden weit über seine Grenzen hinaus.

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