Schloss Gripsholm – Kultur auf hohem Niveau

Der Ort Mariefred im Südosten des Landes ist mit seinen fast 5000 Einwohnern eine relativ unbekannte Stadt. Das wäre sie auch gerade in Deutschland immer noch, stände dort nicht das Schloss Gripsholm. Denn dieses Schloss stand dem Buch ,,Schloß Gripsholm“ von Kurt Tucholsky Namenspate.

Der 1496 geborene Gustav I. Wasa ließ im Jahre 1537 das Schloss Gripsholm erbauen. Zuvor stand an der selben Stelle eine Burg. Auch der Name wurde von dem alten Gemäuer übernommen. Der Name setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Die Burg wurde vom Großgrundbesitzer Bo Jonsson erbaut. Dieser kam aus dem Adelsgeschlecht der Grips. Der Namenszusatz ,,holm“ kommt aus der schwedischen Sprache und heißt so viel wie ,,kleine Insel“. Denn auf dieser wurde die Burg gebaut.

Im Schloss selbst stehen Möbel aus den letzten vier Jahrhunderten. Außerdem ist dort Schwedens Nationale Portrait Galerie beherbergt. Über 2000 wichtige und wertvolle Gemälde hängen dort aus und tragen zum Flair des Schlosses bei.

Doch wirklich interessant ist der Fakt, dass der berühmte linke Schriftsteller, Pazifist und Satiriker Kurt Tucholsky ein Buch nach dem Schloss benannt hat. Das Buch selber will als leichte Liebesgeschichte um den Ich Erzähler Peter und seiner Freundin Lydia verstanden werden. Die Geschichte spielt in Schweden. Und dort haben die beiden Charaktere im Schloss Gripsholm einen Anbau gemietet in welchem sie während des Urlaubs wohnen. Tucholsky lebte selber für einige Monate im Jahre 1929 in unmittelbarer Nähe zum Schloss.

Kulturell interessierten Personen sei ein Besuch von Schloss Gripsholm somit wärmstens zu empfehlen. Der Eintrittspreis für eine Besichtigung des Schlosses und der Gemälde beträgt 50 Skr. Studenten und Kinder zahlen nur 25 Skr.

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