Skogskyrkogården – Ein Friedhof in Stockholm

Friedhöfe sind interessante aber leider auch traurige Orte, die viel über die Kultur einer Region und deren Menschen verraten können. Der Skogskyrkogården ist ein Friedhof in Stockholm, der eine interessante Geschichte zu bieten hat. Zudem gibt es viele Kunstwerke auf dem Skogskyrkogården, so dass kulturell interessierte Reisende spannende Entdeckungen machen können.

Der Skogskyrkogården ist noch recht jung. Er wurde zwischen 1917 und 1940 von den Architekten Sigurd Lewerentz und Gunnar Apslund angelegt. Zuvor hatten die beiden Architekten einen Wettbewerb gewonnen, den die Stadt Stockholm ausgeschrieben hatte. Es sollte ein großer Friedhof auf einem Gelände im Stadtteil Enskede eingerichtet werden. Die wichtigste Vorgabe bestand darin, Landschaft und Friedhof zu einer Einheit zu verbinden.

Die Wertschätzung der Natur war das Leitmotiv der siegreichen Architekten. Sie schauten sich die Landschaft genau an und entwickelten auf dieser Basis ihren Entwurf. Als erstes Bauwerk entstand eine Waldkapelle, die gewissermaßen das Zentrum des Geländes darstellen sollte. Weitere Gebäude folgten in den nächsten Jahren. Unter anderem wurde ein Haus für die Verwaltung errichtet, da ein derart großer Friedhof anders kaum zu führen ist. Heute hat der Skogskyrkogården immerhin eine Fläche von 108 Hektar und wird jeden Tag von vielen Menschen besucht.

Ein Besuch auf dem Friedhof mag vielleicht für einige Menschen etwas seltsam sein. Aber es lohnt sich durchaus, den Skogskyrkogården zu besuchen. Viele Gräber sind individuell und aufwendig gestaltet. Zudem strahlt das Gelände sehr viel Ruhe aus. Wer es besinnlich mag und eine besonders gelungene Verschmelzung von Kultur und Natur bewundern möchte, sollte sich den Skogskyrkogården auf keinen Fall entgehen lassen.

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