Verliebt in Schweden

Ganz plötzlich kam es über mich. Ich verliebte mich. In Schweden. Nicht in einen Schweden, nein, in das Land. Dabei war ich auf einer Kreuzfahrt und nur für vielleicht acht Stunden in Stockholm. Bis dahin kannte ich Schweden nur aus dem Fernsehen, von der Hochzeit der schwedischen Kronprinzessin Victoria und ihrem Daniel. Womit auch schon der erste Anlaufpunkt für meinen Kurzbesuch in Schweden feststand: Das Stockholmer Schloss – da, wo sich die beiden nach ihrer Hochzeit dem Volk präsentiert haben. Dieser Punkt auf meiner Tagesplanung stand bereits bei der Buchung der Kreuzfahrt fest.
Acht Stunden Schweden … Ich musste Prioritäten setzen. Über alle 50 Brücken, die die 14 Inseln, auf denen Stockholm liegt, verbinden, konnte ich nicht gehen. Aber die Schönsten, die wollte ich sehen. Die City Hall, das Rathaus, Wahrzeichen von Stockholm. Das Wasa-Museum, nachdem ich erfahren hatte, dass nicht das gleichnamige Knäckebrot, sondern ein Schiffswrack hinter dem Namen steckt. Die Innenstadt mit ihren schönen Alleen, prachtvollen Häusern und lebhaften Plätzen. Und schließlich der historische Stadtkern Gamla Stan, der zu den besterhaltenen in Europa gehört.

Dort entdeckte ich auch die im wahrsten Sinne des Wortes coolste Bar Europas: Die Eisbar, in der alles aus purem Eis besteht … Wände, Theke, Stehtische, Dekoration, Gläser – alles. Leider kommt man nur nach Voranmeldung und am Abend rein. Für mich ein weiterer Grund, noch einmal hierher zu kommen, nach Schweden und besonders nach Stockholm.

Die paar Stunden hatten gereicht, um zu verstehen, warum Stockholm als eine der schönsten Hauptstädte Europas gilt. Zurück auf dem Schiff, das nun seine Kreuzfahrt durch die Ostsee in Richtung Estland fortsetzte, kam Wehmut auf. Hier wäre ich gern noch etwas geblieben. Aber das ist ja auch das Tolle an einer Kreuzfahrt: Man sieht so viel – und bekommt überall Lust auf mehr!

Schreibe einen Kommentar